Neues aus der Gemeinderatssitzung vom 01. September 2021

17. September 2021

Mit Rechnungsabschlüssen 2018/19 und der geplanten Umgestaltung des Bolzplatzes hatte der Bobenheimer Ortsgemeinderat in seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause zwei Tagesordnungspunkte auf dem Programm, die nur auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben. 

Schaut man aber genauer hin, sind so ambitionierte Pläne wie der Umbau des in die Jahre gekommenen Bolzplatzes, der aktuellen Schätzungen nach knapp 130.000 Euro kosten dürfte nur deshalb überhaupt möglich, weil der Ortsgemeinderat bis 2019 mit solider CDU-Mehrheit und unter einer CDU-geführten Ortsspitze in den vergangenen Jahren verantwortungsvoll und vorausschauend gewirtschaftet hat. Und das unter beileibe nicht einfachen Bedingungen – fließt doch ein Großteil der Einnahmen quasi ohne Zwischenstopp in der Ortsgemeindekasse in Form von Umlagen direkt weiter an Verbandsgemeinde und Kreis.

Einfach erklärt: Während die Haushaltspläne, die alle zwei Jahre im Gemeinderat beraten und schließlich als Satzung verabschiedet werden, Aussagen über geplante Projekte, erwartete Ausgaben und erhoffte Einnahmen machen, zeigen die in der vergangenen Sitzung besprochenen Rechnungsabschlüsse rückblickend auf, wie sich Aufwendungen und Erträge tatsächlich entwickelt haben. Und für Bobenheim sind die Früchte der oben genannten soliden Politik zwei Überschüsse von knapp 42.000 Euro in 2018 und 56.000 Euro in 2019, was in der Sitzung folgerichtig zu einer einstimmigen Entlastung der jeweils verantwortlichen Ortsspitze führte. Den Wermutstropfen aus aktuellem Anlass gibt es gleich dazu: In den Folgejahren dürften voraussichtlich die coronabedingte konjunkturelle Delle und die daraus resultierenden geringeren Steuereinnahmen auch Löcher in die Bobenheimer Gemeindekasse gerissen haben, und damit mindestens die Abschlüsse der Jahre 2020 wie 2021 weniger erfreulich ausfallen.

Beim Umbau des Bolzplatzes entschied sich der Rat anschließend für eine grundlegende Änderung: Statt der ursprünglich vorgesehenen Aufteilung in zwei Spielfelder mit verschiedenen Belägen soll es aus Platzgründen nun ein einziges großes Spielfeld geben, dessen Hartkunstrasenbelag für verschiedenste Sportarten geeignet ist. Die Ausstattung mit Fußballtoren, Basketballkörben, Volleyball- und Badmintonnetzen, Kletterwand und Beleuchtung bleiben wie geplant. Unberührt von der Änderung bleibt auch die Quote der Fördergelder von 60 Prozent. Der Umbau soll möglichst noch im laufenden Jahr erfolgen. 

Kommentare sind geschlossen.